
Adaptive Virtual Agents for Teaching Integration
Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines Embodied Agent-Systems ab, das mit Studierenden in natürlicher Sprache interagiert, um den Wissenstransfer zu optimieren. Studierende des Umwelt-Campus Birkenfeld spielen eine zentrale Rolle, indem sie durch ihre aktive Mitwirkung in Design und Evaluation des Systems wesentlich zur adaptiven und interaktiven Gestaltung beitragen. In iterativen Feedbackschleifen evaluieren sie die Didaktik und Anwendbarkeit, wodurch ihre Erfahrungen und Perspektiven direkt in die Entwicklung einfließen. Das System soll als Katalysator für eine didaktische Neuausrichtung dienen und erwartet wird, dass seine Einführung einen Paradigmenwechsel zu einem interaktiven, studierendenzentrierten Lernmodell bewirkt, das Autonomie und individuelle Förderung der Studierenden fördert. Besonderes Augenmerk liegt darauf, wie adaptive Technologie traditionelle Lehrveranstaltungen um persönliche und dynamische Lernpfade bereichert. Parallel wird eng mit der institutionellen Struktur der Hochschule zusammengearbeitet, um eine nahtlose Integration des Systems in den Lehrbetrieb sicherzustellen und organisatorische Veränderungen zu steuern. Ein lokal implementiertes Sprachmodell wird speziell auf die Bedürfnisse der Interaktion zwischen Studierenden und Embodied Agents abgestimmt, unterstützt durch Anwendungsszenarien wie virtuelle Lehrassistenz und Forschungslabore, die sowohl die Zugänglichkeit als auch das Verständnis komplexer und praktischer Inhalte fördern.
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Innovative Zusammenarbeit und Selbstlernkompetenzen durch Working Out Loud fördern
Das Projekt erschließt Working Out Loud-Prozesse (WOL) für fächerübergreifende Hochschullehre, die gekennzeichnet sind durch selbstgesteuerte Lernorganisation, selbsttätige Entwicklung und Bearbeitung eines lehrveranstaltungsbezogenen Themas (Definition eigener Lernziele), Unterstützung des Lernprozesses durch einen Guide mit Übungen, (Video-)Lernmaterialien sowie den Austausch in einer Peer-Group (sog. WOL-Circle). Es handelt sich um einen strukturierten netzwerkbasierten Selbstlernprozess. Lehrveranstaltungen sind häufig noch stark strukturiert und bieten nur begrenzten Freiraum für selbsttätiges kollaboratives Lernen. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt dieses Projekt, Lehrveranstaltungen konzeptionell neu zu denken und den Fokus auf Selbstlernprozesse und vernetztes Lernen auszurichten, indem eine fächerübergreifende Seminarform (Sozial-/Organisationspädagogik und Wirtschaftsinformatik) als Working Out Loud-Prozess etabliert wird. Das Projekt trägt selbst zur Innovation der WOL-Methode bei, indem didaktisch motiviert eine Integration mit dem Portfolio-Ansatz verfolgt wird. Das in den Projektgruppen gepflegte Portfolio ist geeignet, den gelebten Wissenstransfer im Projekt explizit sichtbar zu machen. Studierende dokumentieren in einem Portfolio ihre Lernreise als Gruppe (WOL-Circle) und reflektieren so die Prozesse der Kollaboration und Vernetzung inmitten ihrer Lebenswelt. Damit wird der Kompetenzerwerb auch für Dritte nachvollziehbar.
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