
Studium Digitale
In den vergangenen zwei Semestern traten bestehende Unterschiede bei der Bedeutung von Digitalisierung in den Studienrichtungen auch an der BURG deutlich hervor und (infra)strukturelle Defizite wurden offenbar. Die Bemühungen, sich als Kunsthochschule in ihrer Gesamtheit in der überraschend verordneten Digitalität zurecht zu finden und eine nachhaltige Haltung zu entwickeln, wurden durch spezifische Fragen begleitet: Wie und mit welchen Chancen/Grenzen lassen sich digitale und analoge künstlerisch-gestalterische Prozesse verschränken? Wie kann gestalterisches/künstlerisches Arbeiten ins Digitale übersetzt werden? Wie lassen sich Übersetzungsprozesse fördern? Wie verändert sich der Schaffensprozess sowie die Erfahrbarmachung und Anwendung von Kunst und Design? Was kann die BURG als Gestalterin zur weiteren digitalen Transformation beitragen? Mit dem Vorhaben werden diese Fragen systematisch aufgegriffen; die Wirkung eines so simpel erscheinenden Konzepts wie das des Studium Digitale ist dennoch umfassend und tiefgreifend. Die Befähigung aller Statusgruppen der BURG, sich Digitalität bedarfsgerecht zu eigen zu machen und anzuwenden, ist der innovative Samen, der mit der Umsetzung der Maßnahmen in den Projektbereichen gesät wird.
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Film in der Theaterausbildung
Die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin (HfS) ist eine der renommiertesten Theaterhochschulen im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht die theaterhandwerkliche Ausbildung für die Bühne und die Freie Szene. In der beruflichen Praxis sind die Studierenden allerdings auf vielfältige Weise für den Film und auf mediatisierten Bühnen tätig. Mit dem Freiraum, den die Förderlinie bietet, werden deshalb filmische Experimentierräume und Netzwerkerweiterungen eröffnet, um sich einer filmischen Ausbildung im Theaterhochschulkontext anzunähern. Studierende der HfS und Filmstudierende arbeiten hierfür konzeptionell und in der Umsetzung zusammen. Erprobt wird die filmische Dokumentation von regulären Vorspielen im Do-It-Yourself-Format, das Kuratieren eines Career Service mit dem Schwerpunkt Film unter Einbezug von Expert*innen aus der Film- und Medienpraxis sowie die Produktion von Theaterfilmen in Zusammenarbeit mit Filmprofis. Des Weiteren soll ein Kompetenzerwerb auch zu erweiterten filmischen Konstellationen ermöglicht werden, der für die Arbeit auf den mediatisierten Bühnen der Zukunft relevant ist. Die Erfahrungen, die gesammelt werden, fließen in den Struktur- und Entwicklungsplan der Hochschule ein.
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